{"id":38,"date":"2014-03-05T18:39:32","date_gmt":"2014-03-05T16:39:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steindorff-berlin.de\/?page_id=38"},"modified":"2024-02-10T22:42:56","modified_gmt":"2024-02-10T20:42:56","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/steindorff-berlin.de\/?page_id=38","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"Bild3\" class=\"aligncenter\" style=\"margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; border: 0px none;\" title=\"head\" src=\"http:\/\/steindorff-berlin.de\/head.jpg\" alt=\"head\" width=\"899\" height=\"156\" align=\"top\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" \/><\/p>\n<p>Im Jahr 1879 gr\u00fcndete der Mechaniker Emil Steindorff eine Fabrik f\u00fcr wissenschaftliche Instrumente. Ein Jahr sp\u00e4ter zog er von der Michaelkirchstra\u00dfe in die Reichenbergerstra\u00dfe, in der er gr\u00f6\u00dfere R\u00e4umlichkeiten zur Verf\u00fcgung hatte. Ab 1912 f\u00fchrten Emil und sein Sohn Otto den Betrieb gemeinsam. Zu diesem Zeitpunkt war Steindorff eher eine Werkstatt als eine Fabrik. Die Kriegsjahre m\u00fcssen der Firma stark zu schaffen gemacht haben. Im Jahr 1920 steig Julius Kaiser, damals noch Julius Mandelbaum in die Firma ein. Von da an wurde aus der Fabrik f\u00fcr wissenschaftlicher Instrumente die heute bekannte optisch mechanische Fabrik Steindorff &amp; Co. Die Fertigung blieb noch in der der Reichenbergerstra\u00dfe, das B\u00fcro wanderte in die Lindenstra\u00dfe, in der Herr Mandelbaum eine Schreibmaschinenhandel betrieb.<\/p>\n<p>Im Jahr 1930 ist Steindorff &amp; Co. eine OHG mit den Gesellschaftern Julius Mandelbaum und Ludwig Meyer. Ob Emil und Otto Steindorff noch in irgendeiner Form beteiligt waren ist nicht bekannt. 1932 zieht die Steindorff &amp; Co. in die K\u00f6penickerstra\u00dfe um. 1933 wechselt Julius Mandelbaum seinen Namen in Julius Kaiser. 1934 scheidet Ludwig Meyer aus und Julius Kaiser f\u00fchrt das Unternehmen nun allein.<\/p>\n<p>Am 7.7.1943 wird ein Transport von Maschinen nach Pritzwalk\/Ostprignitz beauftragt. Am 1.11.1944 wird best\u00e4tigt, dass der Betrieb nach Sadenbeck verlegt wurde. Auf einer Rechnung vom 7.11.1944 wird best\u00e4tigt, dass mehrere Kisten mit Material nach Sadenbeck gebracht wurden.<\/p>\n<p>Vom 1.10.1944\u00a0 existiert eine Reparaturrechnung \u00fcber Maschinen, die durch Fliegerbomben zerst\u00f6rt wurden. Ich gehe davon aus, dass in den Letzen\u00a0Kriegstagen die Fabrikr\u00e4ume zerst\u00f6rt wurden und die Fabrik ausbrannten.<\/p>\n<p>Eine Notiz des Sadenbecker B\u00fcrgermeisters best\u00e4tigt, dass auch der Betrieb in Sadenbeck am 28.4.1945 w\u00e4hrend eines Bombenangriffes vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<p>Laut Heinz Kaiser sollen es auch SS-Truppen gewesen sein, die die Verbleibende Infrastruktur zerst\u00f6ren wollten und somit auch den Betrieb.<\/p>\n<p>Am 1.8.1945 fand wohl ein Versuch statt, einige \u00fcbrig gebliebene Ger\u00e4te wieder nach Berlin zu transportieren, die schon von russischen Einheiten konfisziert wurden. Was dann aber auch durch den Einsatz von Heinz Kaiser gelang.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise konnte dadurch die Produktion mit dem ausgelagerten Inventar und einigen wiederhergestellten Maschinen in neuen R\u00e4umen am Kottbusser Ufer wieder aufgenommen werden. Nach dem Krieg k\u00f6nnen nun die Kontakte zum Ausland wieder aufgenommen werden. Steindorff Mikroskope werden nach Indien, Australien, Brasilien und andere L\u00e4nder verkauft.<\/p>\n<p>1951 wird in den USA eine Firma mit dem Namen \u201eSteindorff of Amerika Inc. \u201c gegr\u00fcndet, die die Mikroskope in den USA vertreiben soll.\u00a0 Anfang der 1950er entwickelt Julius Kaiser den \u201eMicrobe Hunter\u201c. Leider kann sich dieses Mikroskop nicht etablieren. Die meisten Microbehunter werden in den USA verkauft. Am 16. Oktober 1954 feierte die Firma mit 80 Mitarbeitern ihr 75-j\u00e4hriges Firmenjubil\u00e4um. Die Firmenr\u00e4ume befinden sich nun am Paul-Lincke-Ufer (ehemals Kottbusser Ufer) in\u00a0Berlin SO36. 1956 stirbt Julius Kaiser und sein Sohn Heinz Kaiser f\u00fchrt die Firma weiter. Steindorff ist bekannt f\u00fcr solide und qualitativ gute Mikroskope.<\/p>\n<p>Durch die Krankheit von Heinz Kaiser und die zunehmende Konkurrenz aus Japan wird die Lage der Firma schwieriger. Im Jahr 1980 stirbt Heinz Kaiser. Seine Frau \u00fcbernimmt die Firma und wandelt sie in eine GmbH um. Sie nennt sich nun \u201eoptisch-mechanische Fabrik Steindorff &amp; Co. GmbH \u201c. Im Jahr\u00a01982 meldet Steindorff Konkurs und Rechtsanwalt Hans Werner Peter \u00fcbernimmt die Steindorff. 1986 wird das Konkursverfahren beendet und Herr Pridat ist nun Eigent\u00fcmer der optisch-mechanische Fabrik Steindorff &amp; Co. GmbH und verlegt den Firmensitz nach Biebertal. Wo er auch die Fa. Waechter betreibt. Die Produktion wurde im Laufe der Jahre immer geringer. Der Standort Berlin wurde aufgegeben. Im Jahr 1999 wird Steindorff dann endg\u00fcltig aufgel\u00f6st.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1879 gr\u00fcndete der Mechaniker Emil Steindorff eine Fabrik f\u00fcr wissenschaftliche Instrumente. Ein Jahr sp\u00e4ter zog er von der Michaelkirchstra\u00dfe in die Reichenbergerstra\u00dfe, in der er gr\u00f6\u00dfere R\u00e4umlichkeiten zur Verf\u00fcgung hatte. Ab 1912 f\u00fchrten Emil und sein Sohn Otto den Betrieb gemeinsam. Zu diesem Zeitpunkt war Steindorff eher eine Werkstatt als eine Fabrik. Die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/steindorff-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/38"}],"collection":[{"href":"https:\/\/steindorff-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/steindorff-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/steindorff-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/steindorff-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/steindorff-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/38\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":396,"href":"https:\/\/steindorff-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/38\/revisions\/396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/steindorff-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}